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- Das Kleintheater im St. Galler Rheintal, in Altstätten
- Karten-Vorverkauf: Für Stücke auf der Programm-Seite, oder im Info: Boutique Gwundernase,
Obergasse, 9450 Altstätten, Tel. 071 755 19 65 (Zu Geschäftsöffnungszeiten). Kein Internet Vorverkauf.
Tageskassa: eine halbe Stunde vor Spielbeginn im Diogenes. (071 755 49 47)
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- Geschichte des Diogenes-Theaters Altstätten
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Als Margrit und Richard Höber sich in Altstätten niederliessen, fanden sie das kulturelle Leben dürftig und wollten gerne mithelfen, es zu beleben. Ein kleines Theäterchen schwebte ihnen vor, bespielt von einheimischen Kräften. Ein junger, ortskundiger Lehrer fand einen Raum. Fräulein Frida Hasler war sofort bereit, den ehemaligen Maschinenraum einer Stickerei im Haus Sonnenberg an der Kugelgasse 3 für ein Theater kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie wünschte, das neue Theater möge den Namen des griechischen Philosophen "Diogenes" erhalten.
< alter Innenraum mit ehemaligen ETH-Bänken
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- Mit jugendlichem Elan wurde durch die Initianten, dem begeisterten Lehrer und den treuen Lehrlingen vom Jungmannschaftstheater der alte Stickereiraum in ein Kleintheater umgebaut. Der Zuschauerraum ist mit ehemaligen ETH-Bänken bestückt worden.
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- Am 25. Mai 1961 fand an der Kugelgasse die Diogenes-Theater-Premiere "Glückliche Reise" von Thornton Wilder statt. Das war der Start in die Diogenes-Zukunft.
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- Unzählige Male hob sich in den folgenden 9 Jahren der Vorhang. Gäste, wie das Theater 58, Pic und Kaspar Fischer traten auf. Stücke wie "Hauptmann's Hannele" wurden erarbeitet, entstaubt, Lyrik angeboten, junge CH-Dramatika gespielt. Das Diogenes-Publikum war treu, kritisch und liebte das Theater. Es konnte nicht verstehen, warum 1970, auf der Höhe des Erfolges, sich der Theatervorhang nicht mehr hob. Geldsorgen waren der Grund. Zudem war es die HochkonJunktur des Geldverdienens. Die verfügbare Zeit des Diogenes-Theaters wurde immer knapper. Man hoffte auf neue Kräfte, auf Nachfolger, die das Werk weiterführen sollten, aber es blieb bis 1978 still.
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Gründung des Diogenes-Theater-Vereins (1978)
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- Neue, an Kultur interessierte Personen, haben zusammen mit Margrit und Richard Höber die Idee von 1961 wieder aufgenommen und wollten sie unbedingt weiterführen. Am 23. Juni 1978 wurde unter dem Namen "Diogenes-Theater" ein Verein gegründet.
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- Die Statuten beinhalten unter anderem: "Der Verein bezweckt die Förderung, sowie die Ausübung kultureller Tätigkeiten, insbesondere aber die Durchführung und Vermittlung öffentlicher Produktionen aus dem Bereich der darstellenden und der bildenden Künste. Besondere Bedeutung wird der Laienarbeit auf diesem Gebiet beigemessen. Die finanziellen Mittel bestehen aus Jahresbeiträgen der Mitglieder (zur Zeit Fr. 25. -- bis Fr. 55.-- pro Jahr), Einnahmen aus Veranstaltungen und Beiträgen von Gönnern." Es begann eine lange und schwierige Aufbauarbeit. Unmittelbar nach der Vereinsgründung wurden für die Bereiche Theater, Puppentheater und Kabarett drei Arbeitsgruppen gebildet. Diese Arbeitsgruppen konnten sich frei von organisatorischen und administrativen Problemen (diese werden vom Vorstand gelöst) der Erarbeitung von Programmen widmen.
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- Unter anderem haben in der Saison 1983/84 alle drei Arbeitsgrupen Eigenproduktionen durchgeführt. Die 30 Vorstellungen sind von insgesamt 2'156 Personen besucht worden.
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- Nebst den Eigenproduktionen wurden Gastspiele organisiert. Diese Gastspiele betreffen die verschiedensten Sparten, wie Theater, Musik, Pantomime, Kabarett, Clowneske und Puppentheater. Zum Beispiel sind die 9 Gastspiele der Saison 1984/85 von total 872 Personen besucht worden. Der Zuschauerraum, aber vor allem die Bühne, waren für viele Gastspiele zu klein. Sie mussten ausserhalb des Theaters aufgeführt werden. Auch wurde die Auswahl der Stücke für die Eigenproduktionen durch die engen Räumlichkeiten eingeschränkt. Der Wunsch, in grösseren Räumen zu spielen, wurde immer stärker.
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- Das neue Theater - ab 1986
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Fräulein Hasler konnte nämlich im Frühjahr I985 für die Idee gewonnen werden, zur Erweiterung des bestehenden Theaters, dem ehemaligen Maschinenraum einer Stickerei, auch noch den eigentlichen Stickereiraum zur Verfügung zu stellen. Dass sie im Alter von über neunzig Jahren bereit war, die Widrigkeiten grösserer Umbauarbeiten in ihrem Wohnhaus in Kauf zu nehmen, verdient Bewunderung. Unter der Federführung von Architekt Donat Roth wurde sodann die Planung des neuen Theaters in Angriff genommen, an der sich auch diverse Mitglieder des Vorstandes massgeblich beteiligten, nur schon weil einige die Bedürfnisse von
Theaterschaffenden durch ihr bisheriges Wirken genau kannten und ihre Erfahrungen einbringen konnten. So führten die Umbauarbeiten, die im Mai I986 begannen und bereits im Oktober I986 abgeschlossen werden konnten, schliesslich zu einer wahren Perle in der Kleintheaterszene.
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Viele der im Diogenes Theater gastierenden Künstler sind restlos angetan von der eleganten Schlichtheit und der raffinierten Funktionalität dieser Theaterräume - und natürlich vom angrenzenden, von Fräulein Hasler gestalteten, paradiesischen Garten, der dem Diogenes.Theater ebenfalls zur Verfügung steht.
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Die Möglichkeiten, welche die neu geschaffenen, flexiblen Räume schufen, wurden vor allem von Eigenproduktionsgruppen immer wieder ausgeschöpft und erlaubten Aufführungen besonderer Oualität und Ausstrahlung. Dies scheint sich herumgesprochen zu haben. Denn am 5. Dezember I997, kurz vor seinem zwanzigjährigen Jubiläum, konnte der Diogenes Theater Verein den Anerkennungspreis der St. Gallischen Kulturstiftung entgegennehmen.
WlRKTE WER WUNDER ? Wunder wohl weniger. In der Laudatio zur Verleihung des eben erwähnten Anerkennungspreises war schlicht von «Kontinuität der geleisteten Arbeit» die Rede. Und eine solche wäre nie möglich gewesen ohne die Theatervernarrtheit, den Idealismus, die Leidenschaft und die fröhlich-fruchtbare Beharrlichkeit einiger Vereinsmitglieder, allen voran der Vorstand.
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(Auszüge aus den Festschriften 86 und 98-Hi)
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